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| GESCHICHTE STRUKTUR VEREINSLEBEN |
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| 1841 gründeten Ärzte, Juristen und Kaufleute einen »Rostocker Kunstverein«, der sich das Ziel setzte, Ausstellungen, insbesondere von Ölgemälden, zu organisieren. Besucher der fortan alle zwei Jahre stattfindenden Kunstausstellungen konnten hier Gemälde, Grafiken und andere Kunstwerke erwerben. Auch der Verein selbst kaufte von den Jahresbeiträgen Gemälde, um sie unter den Mitgliedern zu verlosen. So entstand im Laufe der Jahre unter den Mitgliedern der Wunsch nach einer ständigen Sammlung der Stadt, wozu einige unter ihnen 1852 den »Verein zur Gründung, Vermehrung und Erhaltung einer Sammlung von Kunstgegenständen für die Stadt Rostock« gründeten, der aber vom »Rostocker Kunstverein« mitverwaltet wurde und von ihm auch einen regelmäßigen Jahresbeitrag erhielt. | Wolf Karge | ||||
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| 1858 bot sich eine günstige Gelegenheit zum Erwerb von Ausstellungsräumen, als die »Societät« ihr neues Haus bezog. Die »Sparcasse«, deren Direktor Vorstandsmitglied im Verein war, übergab der Stadt 12.000 Taler zum Ankauf des alten Societätshauses. Die städtische Kunstsammlung war zunächst recht unbedeutend und bestand lediglich aus 20 älteren, von der Universität entliehenen Gemälden, drei von einem Rostocker Bürger geschenkten Gipsabgüssen sowie dem
1857 entstandenen Historiengemälde von Bernhard Reinhold »Slüters Reformationspredigt in Rostock«. Nach 1859 wurde die »Städtische Kunstsammlung« kontinuierlich erweitert. Der Vorstand kaufte aus den Ausstellungen des Kunstvereins zahlreiche Gemälde niederländischer Meister. Durch Geschenke und Vermächtnisse gelangten weitere Werke auch holländischer und flämischer Maler des 17. Jh. in die Sammlung. Sie bildeten den Grundstock der heutigen Niederländer-Sammlung des Kulturhistorischen Museums. Am 15. Dezember 1881 erfolgte auch juristisch der Zusammenschluss beider Vereine zum »Kunstverein zu Rostock«, der fortan die Sammlung wie auch die zweijährigen Ausstellungen übernahm. Die Stadtverwaltung übernahm 400 Mark laufende Kosten jährlich für Heizung, Reinigung und Aufsicht.Von 1887 bis 1892 wurde in langwierigen Verhandlungen über die Errichtung eines »Museums für Kunst und Altertümer« beraten. Verschiedene Pläne scheiterten an den Kosten. Im März 1901 kaufte die Stadt das Grundstück, auf dem sich heute das Schifffahrtsmuseum befindet, und ließ das Gebäude für Museumszwecke umbauen. Am 4. Oktober 1903 wurde das »Kunst- und Altertumsmuseum« eröffnet. Die städtische Kunstsammlung war im großen Oberlichtsaal, einer Reihe kleinerer Oberlichträume und den Seitenkabinetten im Mittelgeschoss untergebracht. Im Auftrag des Kunstvereins erschien 1910 der zweite Katalog der städtischen Kunstsammlung. Er stellte eine Überarbeitung des ersten Katalogs von 1888 dar und enthielt 175 Gemälde, 5 Plastiken und 27 Gipsabgüsse sowie ca. 2.000 Grafiken. Durch die Inflation ging das Vermögen des Vereins verloren, und die Verwaltung erfolgte seit 1923 durch ein entsprechendes Amt beim Rat der Stadt. Die Erweiterung der Kunstsammlungen lag weiterhin in der Hand des Vereins, der u.a. Werke von Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Emil Nolde, Christian Rohlfs, Max Slevogt erwarb. 1933 wurde im Rahmen der »Gleichschaltung« der Kunstverein mit seinen Sammlungen der »Reichskammer der bildenden Künste« unterstellt. Von dort mussten alle Ausstellungsvorhaben genehmigt werden. Durch »Kulturkommissionen« wurden Werke von Ernst Barlach, Bruno Gimpel, Lovis Corinth, Ernst Heckel, Max Schenk und Christian Rohlfs ausgesondert und beschlagnahmt. Andere Arbeiten der »Entarteten« konnten gerettet werden. Die Kunstsammlung wurde 1936 dem »Städtischen Museum« direkt zugeordnet und dem Zugriff des ohnehin arbeitsunfähigen Vereins entzogen. An den Auslagerungsorten wurden bei Kriegsende zahlreiche Kunstgegenstände zerstört oder gestohlen. Der Verein wurde, wie alle anderen Vereine auch, nach 1945 durch Gesetz aufgelöst. Am 30. Dezember 1992 gründete sich der Kunstverein zu Rostock neu. Er knüpft bewusst an Traditionenen des alten Vereins an und stellt sich das Ziel, Ausstellungen, Künstlergespräche und Vorträge zum Thema bildende Kunst zu organisieren und engagiert sich bei der Entfaltung und Erhaltung von Kunst in Rostock. |
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| 1921 Oktober/November Heinrich Wilke, Güstrow (Malerei) 1926 Frühjahr Vereinigung Rostocker Künstler 1926 Rudolf Sieger (Malerei, Gedächtnisausstellung) 1926 Dezember Mecklenburgischer Künstlerbund 1927 Rudolf Gahlbeck, Musikalische Visionen 1927 Herbst Bezirksgruppe Mecklenburg des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands 1928 Frühjahr Lübeckische Künstler 1929 Januar Emil Nolde (Malerei/Grafik) 1929 Februar/März Kunst aus Rostocker Privatbesitz 1929 Oktober/November Photographie der Gegenwart (Folkwang-Essen) 1929 Dezember Heinrich Stegemann, Hamburg (Malerei) 1930 Januar Käthe Kollwitz (Zeichnungen und Drucke) 1930 Februar Deutsche Werbekunst (Plakat, Buchkunst usw.) 1930 Frühjahr Vereinigung Rostocker Künstler/Franz Bunke 1930 September Photographische Gesellschaft Rostock 1930 Herbst Mecklenburgischer Künstlerbund 1930 November Das Rostocker Stadtbild in alter Zeit 1931 Januar/Februar Max Slevogt (Malerei, Illustration) 1931 Februar/März Christian Rohlfs (Malerei) 1931 Frühjahr Vereinigung Rostocker Künstler 1931 August/September Verein Berliner Künstler (Malerei/Grafik/Plastik) 1931 Oktober/November Deutsche Grafik der Gegenwart 1931 Dezember Georg Kaulbach 1932 April Thuro Balzer (Malerei/Grafik) 1932 September Mecklenburgischer Künstlerbund 1932 Oktober/November Aquarelle und Zeichnungen des Deutschen Künstlerbundes 1932 November/Dezember "Reine Form im Hausgerät" (Produktdesign) 1933 Januar Wilhelm Busch (Malerei/Zeichnung) 1933 Februar Rudolf Bartels (Malerei) 1933 Mai Vereinigung Rostocker Künstler 1933 Sommer Photographische Gesellschaft Rostock 1933 Herbst Mecklenburgischer Künstlerbund 1933 Oktober/November Hans Thoma (Malerei/Grafik) 1934 Januar/Februar Das Bildnis in Mecklenburg (Malerei/Plastik) 1934 Mai/Juni Deutsche Plastik des Mittelalters (Photographie) 1934 Sommer "Mein Hauptwerk" (Malerei, Plastik - Mecklenburg) 1934 September Mecklenburgischer Künstlerbund 1934 Oktober/November Deutsche Neuromantik (Malerei) 1935 Januar/Februar Otto Dörr (Malerei) 1935 Februar/März Georg Kolbe, Berlin (Plastik) 1935 Sommer Hans Emil Oberländer (Malerei) 1935 Oktober/November Kostüm und Mode 1936 Januar/Februar Rudolf Koch-Offenbach (Zeichnungen) 1936 Februar/März Deutsche Maler und Bildhauer der Gegenwart 1936 April Paul Martin Leonhard (Malerei) 1936 Frühjahr Vereinigung Rostocker Künstler (Martha Voß) 1936 Sommer Rostocker Bilder aus 100 Jahren 1937 April/Mai Vereinigung Lübecker Künstler 1937 Sommer Adolf Wilbrandt (Dichter) 1938 Januar/Februar Ateliergemeinschaft Klosterstraße Berlin 1938 April/Mai Alfred Mahlau, Lübeck (Malerei/Aquarelle) 1938 August/September "Kunstpflege in Rostock" (aus Privatbesitz) 1938 Oktober/November westfälische Künstler der Gegenwart 1940 August/September Rostocker Frühdrucke (Universitätsbibliothek) Veit Stoß (Dokumentation) 1940 Herbst Walter Kollath (Aquarelle, Zeichnungen) 1941 Februar/März schleswig-holsteinische Künstler der Gegenwart 1943 September Wolfgang Bergenroth (Malerei/Graphik) |
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