Mittwoch, 17. März 2004

Aus dem Atelier von Johannes Müller

Ausstellungseröffnung heute um 19 Uhr

Der Kunstverein zu Rostock lädt zu seiner nächsten Ausstellung ein, die von morgen bis zum 30. April Arbeiten des bekannten Rostocker Malers Johannes Müller zeigt.

Unter dem Titel Räume - Körper - Figur.Inszenierung einer "Baustelle" vereinigt sie Werke der neueren Zeit aus dem Atelier, die mit einer Müller eigenen forschenden Formdisziplin den Horizont seiner Gegenstandswelten sowohl bestätigen als auch erweitern.

Im Zentrum seines Interesses stand bei den ausgewählten Bildern das südfranzösische Zisterzienserkloster Le Thoronet aus dem 12. Jahrhundert. Die dort behauptete Bau- und Lebensgesinnung regte Müllers Phantasie stark an. Sie forderte ihn heraus, Zusammenhänge zwischen strenger räumlicher Organisation, einfacher, natürlicher Materialität, asketischer, doch keinesfalls unsinnlicher Lebensführung und sehr elementaren Lichtwirkungen zu durchdenken und mit den Mitteln seiner Kunst eine Zwiesprache zu suchen.

Die Ausstellung wird heute um 19 Uhr in der Galerie des Kunstvereins im Mönchentor eröffnet. Zur Einführung spricht Hans Pölkow, auf dem Orgelportativ spielt Franz Promnitz von Promnitzau frühe Musik.

Geöffnet ist das Mönchentor in der Strandstraße dienstags bis sonnabends von 12 bis 17 Uhr. Am 7. April um 19 Uhr findet in der Ausstellung eine Veranstaltung mit Johannes Müller zum Thema "Zur künstlerischen Praxis" statt.

Der Maler und Grafiker Johannes Müller wurde 1935 im Thüringischen geboren, er absolvierte die Hochschule für bildende Künste Dresden. Nach dem Studium ging er nach Rostock, seit 1990 lebt er in Kossow bei Laage. Sein Schaffen ist durch gegenständliche und abstrakte Arbeiten geprägt; Sujets sind Landschaft, Stadt, Theater und Papierobjekte. hp

Der Kunstverein Rostock zeigt jetzt jüngere Arbeiten des bekannten Rostocker Malers und Grafikers Johannes Müller im Mönchentor. Heute ist Vernissage. Foto: Lilienthal, Scharnweber