Ständig bin ich auf der Suche nach Materialien, die ich für meine Arbeit gebrauchen könnte. Ganz besonders reizen mich solche, die man eigentlich wegwirft. Ein wertvoller Werkstoff hat etwas sehr Verpflichtendes. Mit »Wegwerfmaterial« hingegen lässt es sich völlig ungehemmt experimentieren, es beflügelt die Phantasie. So habe ich zum Beispiel mit Lumpen, Holzresten, Plastiktüten, CD s und Aluminiumfolie, die recycelt werden sollte, gearbeitet. Durch meine Vorliebe für Aluminium kam mir eines Tages die Idee, mit Getränkedosen zu arbeiten. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, was aus einem banalen Werbeträger wird durch Zerschneiden und Verflechten: eine raffiniert farbige Struktur, die so auf keine andere Weise herzustellen ist. Diese »Strukturen« benutze ich, um eine bestimmte Idee in eine Komposition umzusetzen. Meine Hoffnung, mit so einem relativ groben Mittel schneller arbeiten zu können (als z.B. am Webstuhl) hat sich nicht erfüllt. Es dauert lange, bis ich mit einem Objekt zufrieden bin. Zur Zeit setze ich mich bevorzugt mit dem Quadrat oder dem Tondo auseinander. Wenn man auf Symmetrie verzichten will, stellen diese konkreten Formate besondere Anforderungen an die Gestaltung der Fläche. Diese Schwierigkeit fordert mich heraus. Anka Kröhnke

  

  Vita
1940 in Berlin als Tochter der Malerin Louise Rösler und des Malers Walter Kröhnke geboren
1960 Abitur, anschließend Studium an der Meisterschule
für das Kunsthandwerk Berlin
1965 Staatliches Abschlussdiplom;
Werkstatt in Berlin
1969 Werkstatt in Hamburg;
Staatspreis der Kunsthandwerkermesse
1973 Preis der Behörde für Wissenschaft und Kunst,
Hamburg
1979 Bayerischer Staatspreis
1982 - 1983 Lehrauftrag an der Fachhochschule Hamburg bis
1984 Berufung für eine Professur in Bielefeld, die ich nicht annahm, um frei zu arbeiten
1985 Preis der Freien und Hansestadt Hamburg für das Kunsthandwerk (Erstverleihung)
1993 Lotte-Hofmann- Gedächtnis-Preis
2000 Preis des Norddeutschen Kunsthandwerks
2003 Umzug nach Kühlungsborn
2004 Eröffnung des Museums Atelierhaus Rösler-Kröhnke, Schloßstraße 4, 18225 Kühlungsborn
     
   
     
   
     
   
     
   
     
 
  ANKA KRÖHNKE
»Neues aus Altem«
Materialcollagen
   
 

Ausstellungsdauer
vom 23.04.
bis 29.05.2010

   
 

Presse
Ostsee-Zeitung
Ostsee-Anzeiger

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